nano4women

Das 2005 in Paderborn gegründete Netzwerk nano4women vereint kompetente und engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Bereich der Nanotechnologie. Dieser Verbund hat es sich zum Ziel gesetzt, angehende und etablierte Wissenschaftlerinnen mit Hilfe verschiedener Projekte zu unterstützen. Eigenen Angaben zufolge hat das Netzwerk derzeit circa 300 Mitglieder. Eine Datenbank bietet die Gelegenheit, gezielt nach Partnerinnen für Projekte und Kooperationen zu suchen und mit diesen in Kontakt zu treten.

Die Tätigkeit von nano4women stellt insbesondere die genderpolitische Diskussion in puncto Frauen in Naturwissenschaften in den Mittelpunkt. Bereits auf der zum Start des Verbundes durchgeführten internationalen Fachtagung wurden Möglichkeiten zur Erhöhung des Frauenanteils in der Nanotechnologie besprochen und die konkreten Ziele des Projekts vorgestellt.

Der Umsetzung dieser Ziele dienen verschiedene Projekte wie die Nano-Orientierungs-Akademie (NOrA), die Nano-Entrepreneurship-Academy (NEnA) und das Nano-Kurzfilm-Festival nanospots, das erstmals 2012 stattfand. Dieses Festival entwickelte sich aus der Initiative „nano + art“, einem zwischen 2005 und 2010 in ganz Deutschland ausgeschriebenen Wettbewerb, in dem Nanowissenschaftlerinnen künstlerisch bearbeitete Mikroskopaufnahmen einreichen und ein Preisgeld gewinnen konnten.

Die Nano-Entrepreneurship-Akademy (NEnA)

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Gründerinitiative für Naturwissenschaftlerinnen, die ihre Ideen gern in eigenen Gründungen umsetzen würden. Die einwöchige Akademie bringt den Teilnehmerinnen das Thema Existenzgründung näher. Workshops helfen beim Entdecken unternehmerischer Potenziale, beim Entwickeln erster Geschäftsideen, bei deren Überprüfung auf Markttauglichkeit und bei der Erarbeitung eines Gründungskonzeptes.

Die Nano-Entrepreneurship-Akademy ist über die Schirmherrschaft von nano4women mit dem Aktionsprogramm „Power für Gründerinnen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verbunden.

Die Nano-Orientierungs-Akademie (NOrA)

Die Nano-Orientierungs-Akademie dient dazu, das Interesse von Schülerinnen an MINT-Studienfächern, vor allem der Nanotechnologie, zu fördern und den Einstieg ins Studium oder in einen Beruf dieses Fachgebietes zu erleichtern. Die 7-tägige Akademie stellt die Nanowissenschaften als facettenreiches Forschungsgebiet vor und bietet die Gelegenheit, soziale Kompetenzen zu trainieren, erste kleine Forschungsaufgaben, wie Laborprojekte, durchzuführen und anschließend gemeinsam mit Mentorinnen eine Entscheidung über die eigene Zukunft im Bereich der Naturwissenschaften zu treffen.

NOrA ist Teil des mit dem Programm „Frauen an die Spitze“ verknüpften Projektes „nano4girls&leadership“ und erhält daher finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Nano-Kurzfilm-Festival nanospots

Dieses Festival stellt sich die Aufgabe, eine Schnittstelle zwischen der Wissenschaft, insbesondere der Nanotechnologie, den Filmschaffenden und der Allgemeinheit zu eröffnen. Nach einer Vorauswahl werden die eingereichten Kurzfilme, beispielsweise reale Szenen, 3D-Effekte oder Animationen, bei nanospots präsentiert. Zu den Förderern dieser Veranstaltung zählen unter anderem Carl Zeiss Microscopy, die Aktionslinie hessen-nanotech und die Bethge Stiftung.

Kommentare sind geschlossen.