Ausschreibung für Kooperation zwischen Forschung und Schule
Die Robert Bosch Stiftung schreibt den NaT-Working-Preis 2006 für exzellente Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen aus.
Vergeben werden:
1. Preis: 50.000 €, 2. Preis: 30.000 €, 3. Preis: 10.000 €
Die Ausschreibung richtet sich an Forschungseinrichtungen und Schulen,
die mit dem Ziel zusammenarbeiten, Schüler für Naturwissenschaften und
Technik zu begeistern und dabei besonderes Gewicht auf die Vermittlung
von wissenschaftlichen Vorgehensweisen und Methoden legen. Mit den
Preisen sollen wegweisende Projekte identifiziert, bekannt gemacht und
in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden.
Wer kann sich bewerben?
Zur Bewerbung eingeladen sind gemeinnützige Initiativen, die folgende
Bedingungen erfüllen:
Lehrer und Wissenschaftler engagieren sich gemeinsam. Beteiligt sind
mindestens eine Forschungseinrichtung und mehrere Schulen.
Die Initiativen bestehen seit mindestens einem Jahr, sind langfristig
angelegt und können bereits erste Erfolge vorweisen.
Die Initiativen sind regional an einer Forschungseinrichtung
(Universität, Fachhochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung,
Entwicklungsabteilung eines Unternehmens) und/oder an mehreren Schulen
verankert.
Berücksichtigt werden können Bewerbungen für Vorhaben, die sich mit
Natur- und Ingenieurwissenschaften (alle Disziplinen einschließlich
Medizin), Mathematik oder Informatik befassen.
Was sind die Kriterien?
Für einen Preis in Frage kommen Initiativen, die belegen können, daß
sie
Schüler für die Wissenschaft begeistern und authentisch Forschung
vermitteln, d.h. Schüler können in den Projekten eigene Fragen
formulieren und Experimente selbständig entwerfen, modifizieren, ihre
Hypothesen überprüfen und eigene Lösungswege finden. Sie lernen hierbei
die Prinzipien der Forschung kennen und treffen persönlich auf in der
Forschung aktive Wissenschaftler;
erfolgreich neue Impulse für den Schulunterricht setzen, d.h. es werden
Inhalte, Methoden und Materialien entwickelt und verbreitet, die den
Schulunterricht befruchten und die öffentlich zugänglich sind. Neben
aktuellem Wissen lernen Schüler dabei vor allem methodisches
Durchdenken eines Sachverhalts, das Sammeln, Ordnen und Bewerten von
Informationen, sachkundiges Argumentieren und in Frage stellen sowie
fächerübergreifendes Denken. Aus- und Fortbildung von Lehrern sind in
das Projekt integriert;
Strukturen geschaffen haben, die ihr langfristiges Bestehen sichern,
d.h. es ist gelungen, die Projekte in den jeweiligen Institutionen
organisatorisch zu verankern und ihre Finanzierung mittel- bis
langfristig zu sichern. Die Projektpartner kommunizieren auf gleicher
Augenhöhe. Durch die Initiative haben sich anhaltende Partnerschaften
zwischen den Schulen und Forschungseinrichtungen gebildet;
Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der Qualität durchführen, d.h.
die Initiativen reflektieren regelmäßig darüber, ob sie ihre Ziele
erreichen, und suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten. Rückmeldungen
der Schüler, Lehrer und Wissenschaftler werden dokumentiert und ernst
genommen. Positive Wirkungen auf das Interesse der Schüler und auf den
Schulunterricht können mit qualitativen und/oder quantitativen Daten
belegt werden;
im Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Initiativen stehen, d.h.
Projektvertreter nehmen an einschlägigen Tagungen zum
Erfahrungsaustausch teil und machen ihr Wissen und ihren
Erfahrungsschatz durch Internet, Publikationen und Vorträgen anderen
zugänglich.
Nicht für einen Preis in Frage kommen
Veranstaltungen, die nur einmal pro Jahr stattfinden,
Aktivitäten, die ausschließlich der Werbung von Studierenden
dienen,
Projekte, in denen die Vernetzung zwischen Schülern, Lehrern und
Wissenschaftlern überwiegend über das Internet läuft,
Forschungsprojekte, wie zum Beispiel fachdidaktische Promotionsvorhaben
oder sozialwissenschaftliche Untersuchungen zum Verhältnis zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft, sowie
Projekte, bei denen die Absicht besteht, mit dem Preisgeld Bau- und
Infrastrukturmaßnahmen sowie Personalstellen für Wissenschaftler oder
Lehrer zu finanzieren.
Was beinhaltet der Preis?
Der NaT-Working-Preis setzt auf die Vorbildwirkung guter Praxis. Die
Stiftung erwartet, daß die Preisträger bereit sind, ihre Projekte auf
Stiftungsveranstaltungen und in Dokumentationen (Publikationen,
Internet) so vorzustellen, daß andere davon lernen können.
Mit dem NaT-Working-Preis ist eine Prämierung und Förderung verbunden.
Die Preisgelder ermöglichen die Umsetzung außergewöhnlicher gemeinsamer
Aktivitäten von Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern innerhalb der
mit einem Preis ausgezeichneten Initiativen. Dies können beispielsweise
sein:
gemeinsame Exkursionen,
Wissenschaftsfeste oder
die Umsetzung anspruchsvoller neuer naturwissenschaftlicher oder
technischer Versuche und vieles mehr.
Bedingung für die Verwendung des Preisgeldes ist, daß es möglichst
allen an der Initiative beteiligten Personen und Gruppen zugute
kommt.
Die Mittel können für
Sachkosten
Reise- und Aufenthaltskosten und/oder
studentische Hilfskräfte
verwendet werden.
Vor Ausbezahlung des Preisgeldes müssen die Preisträger die Pläne zur
Verwendung des Geldes der Stiftung in knapper Form darlegen.
Wie kann man sich bewerben?
Die Preisträger werden in einem zweistufigen Auswahlverfahren
ermittelt. Die Stiftung wird dabei von einer unabhängigen Jury beraten.
Um am Wettbewerb teilzunehmen, sind zunächst Kurzbewerbungen bis
zum
27. Januar 2006
(Datum des Posteingangs)
einzureichen. Die Bewerbungsunterlagen (Deckblatt und Leitfaden) sind
auf dieser Internetseite unter „Weitere Informationen“ verfügbar. Aus
den eingegangenen Bewerbungen wird eine Auswahl getroffen. Bis Ende
Februar lädt die Stiftung die ausgewählten Bewerber zur Einreichung
einer ausführlichen Bewerbung für die Teilnahme an der zweiten
Auswahlrunde ein. Frist für die Einreichung der ausführlichen
Bewerbungen ist der 15. April 2006. Die Preise werden am 28. September
2006 in Stuttgart verliehen. Der Jury gehören Lehrer, Wissenschaftler,
Bildungsforscher, Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und
anderer Stiftungen sowie Wissenschaftsjournalisten an. Der Rechtsweg
ist ausgeschlossen.
Bewerbungen sind schriftlich auf dem Postweg zu richten an:
Robert Bosch Stiftung GmbH
NaT-Working-Preis 2006
Postfach 10 06 28
70005 Stuttgart
Bitte senden Sie keine Bewerbungsunterlagen per E-Mail an uns.
weitere Informationen:
Bosch-Stiftung
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