Weiterbildung
In diesem Bereich werden alle überregional
relevanten Aktivitäten und Initiativen der (akademischen) Weiterbildung
gebündelt.
Dies sind insbesondere:
- Analyse des Weiterbildungsbedarfs in der MST
- Erfassung und Abstimmung der existierenden AWNET-Angebote
- Entwicklung von modularen, zertifizierten Weiterbildungsangeboten
- Verbesserung der Durchlässigkeit in der akademischen Ausbildung
- Weiterentwicklung des Konzepts der Ausbildungsfoundry
Die Analyse
Da die Konzeption und Realisierung von Weiterbildungsangeboten einen erheblichen Vorlauf und entsprechend hohe Investitionen erfordert, ist eine Analyse der Weiterbildungsbedarfs erforderlich. Erst wenn durch Rückkopplung mit Industrieverbänden sowie anderen Weiterbildungsanbietern klar ist, dass aktuell unbefriedigter Bedarf besteht, können gezielt Weiterbildungsangebote entwickelt werden.
Das AWNET-Angebot
Als Voraussetzung für die Abstimmung existierender Angebote erfolgte zunächst eine Bestandsaufnahme der bestehenden AWNET-Weiterbildungsangebote. Als Ergebnis entstand die Angebotsdatenbank, die vornehmlich, aber nicht ausschließlich die Weiterbildungsangebote der Netzwerke darstellt.
Entwicklung modularer Weiterbildungsangebote
Im weiteren Vorgehen werden die
AW-Netzwerke gezielt neue Angebote in der Weiterbildung
entwickeln.
Dabei können sich die Netzwerke einerseits spezialisieren, z.B. durch
die Fokussierung auf spezifische Technologiefelder andererseits
kooperieren bei der gemeinsamen überregionalen Vermarktung, um
Synergien zu erzielen.
Darauf aufbauend soll untersucht werden,
ob durch modulare, zertifizierte Weiterbildungsangebote die Möglichkeit
zum flexiblen Erwerb anerkannter Abschlüsse geboten werden kann.
Externe Partner zur Ergänzung der fachlichen Aspekte durch
weitergehende Qualifikationen (z.B. Normen, Qualitätssicherung,
Sprachen oder Soft Skills) sollen mit eingebunden werden.
Außerdem sind Kooperationen mit Technologienetzwerken (z.B. Optik oder
Nanotechnologie) erwünscht unter Berücksichtigung von
Qualitätssicherung, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und
Nachhaltigkeit.
Die Verbesserung der Durchlässigkeit
Auch für die akademische Ausbildung sollen Konzepte entwickelt werden zur verbesserten Kooperation zwischen unterschiedlichen Hochschulformen (Berufsakademie, Fachhochschulen, Universitäten), die einerseits den unterschiedlichen Ausbildungsprofilen Rechnung tragen, andererseits aber effiziente Wege aufzeigen, damit Studierende die ihrem Leistungsvermögen angemessene Qualifikation in kurzer Zeit erreichen können.
Um geeigneten Kandidaten Möglichkeiten für die Aufstiegsqualifikation zu bieten, werden Ansätze zur Anerkennung beruflicher Erfahrungen auf Studiengänge diskutiert.
Die Ausbildungsfoundry
Aufgrund steigender Investitions- und Betriebskosten droht die Hochschulausbildung immer theorielastiger zu werden. Den Absolventen fehlt dann die von der Industrie geforderte praktische Erfahrung. Da die Vermittlung praktischer Erfahrungen andererseits in relativ kurzer Zeit erfolgen kann, bietet sich eine gemeinsame Nutzung teurer Infrastruktur, z.B. eines MST-Reinraums, durch mehrere Hochschulen an.
Zu breiten Nutzung dieser Foundry-Idee ist die Entwicklung eines darauf abgestimmten Finanzierungskonzeptes erforderlich, das auch die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinaus ermöglicht.

Foto: Teilnehmer aus Aachen und Saarbrücken sowie Betreuer eines Reinraumpraktikums für Prozesstechnologien der MST an der FH-Kaiserslautern / Campus Zweibrücken
Im Modellprojekt des Netzwerks pro-mst nutzen heute sechs Hochschulen gemeinsam die Reinraum-Infrastruktur der FH Kaiserslautern in Zweibrücken.
Mittels einer virtuellen Schulung werden die Teilnehmer im Vorfeld mit den wichtigsten Geräten vertraut gemacht. So gelingt es, innerhalb des einwöchigen Präsenzpraktikums ausgehend von einem Si-Wafer einen kompletten Si-Drucksensor zu fertigen. Damit erlangen die Teilnehmer nicht nur vertieftes Verständnis von Einzelprozessen, sondern auch deren Interdependenz im Produktionsprozess.
English