Startschuss fällt für Schülerwettbewerb Invent a Chip
Wettbewerb, bei dem Schüler ihren eigenen Mikrochip entwickeln, startet ins achte Jahr
Ob elektronische Mikrochips zur Lärmdämmung oder für die Sicherheit
im Auto - die Ideen der Nachwuchsforscher des Schülerwettbewerbs Invent
a Chip beeindrucken die Fachwelt. Bereits zum achten Mal richten das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der
Branchenverband VDE den weltweit einmaligen Wettbewerb aus, bei dem
Schüler der Jahrgangsstufen 9-13 ihren eigenen Mikrochip entwerfen.
"Wir wollen jungen Menschen die Faszination technischer Entwicklungen
nahe bringen und sie zur eigenen Forschung ermutigen. Denn Deutschland
braucht alle Talente", so Bundesforschungsministerin Dr. Annette
Schavan zum Start von Invent a Chip. "Der Wettbewerb vermittelt auch,
dass Leistung sich für jeden lohnt."
Über 3.000 weiterführende und berufsbildende Schulen erhalten ab Mitte
Februar die Unterlagen und Fragebögen für den Wettbewerb, bei dem die
Mikroelektronik und Chipentwicklung im Mittelpunkt stehen. Die
Veranstalter erwarten, dass der Teilnehmerrekord von 2008 mit über
1.700 Mädchen und Jungen erneut gebrochen wird. "Die Kreativität und
der Innovationsgeist der Mädchen und Jungen hat uns in den vergangenen
Jahren immer wieder verblüfft. Die Ergebnisse der Chipentwicklungen
zeigen, dass selbst eine so komplexe Thematik wie das Chipdesign mit
fachlicher Unterstützung von Experten auch schon von Jugendlichen
anwendungsbezogen beherrscht werden kann", erklärte Dr.-Ing. Hans Heinz
Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender. Ganz vorne lagen im vergangenen Jahr
der Schalldämpfer-Chip zur Lärmdämmung, ein Chip zur
Flugdatenauswertung von Modellraketen, der Driving-Assistance-Chip, der
bei Fahrfehlern in die Steuerung des Fahrzeugs eingreift sowie ein Chip
zur Überwachung der Atmung bei Schlafapnoikern. Bei Invent a Chip haben
die Schüler die einmalige Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und
umzusetzen. Der Praxisbezug des Wettbewerbs begeistert die Teilnehmer,
schon viele von ihnen haben sich für ein Studium der Elektro- oder
Informationstechnik entschieden.
Bis zum 5. April 2009 läuft die Abgabefrist für den Fragebogen und die
Chipidee. Zwölf Teams mit den besten Chipvorschlägen starten Anfang Mai
mit einem dreitägigen Workshop an der Leibniz Universität Hannover in
die Praxisphase der Chipentwicklung. Beim
VDE/BMBF-Mikrosystemtechnik-Kongress vom 12. bis 14. Oktober 2009 in
Berlin präsentieren dann die Sieger ihre Entwicklungen den Vertretern
aus Politik und Wirtschaft. Als Siegprämien winken den Schülern neben
Geldpreisen die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der
Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und
Hochschulen und Einladungen zu Projektpräsentationen auf Messen. Die
Schulen mit dem besten Fragebogenrücklauf erhalten einen
Geldpreis.
Weitere Informationen und Teilnehmerunterlagen unter
www.invent-a-chip.de.
English