Forschungsminister Francois Goulard bricht eine Lanze für Chancengleichheit der Frauen in Forschung und Hochschulen
Minister Francois Goulard verkündet eine zielorientierte Steuerung der Gleichstellungspolitik in seinem Verantwortungsbereich.
M. Francois Goulard (ministre délégué) nahm am 30.11.2005 die - gemeinsam mit dem Exekutivpräsidenten von EADS M. Noel Forgeard vorgenommene - seit 2001 zum vierten Mal anstehende Übergabe des "Irène Joliot - Curie Preises" zum Anlass für ein leidenschaftliches Plädoyer zugunsten der Chancengleichheit der Frauen in Forschung und Hochschule. Der "Preis Iréne Joliot - Curie 2005" wurde am 30.11.2005 - jeweils verbunden mit 10 000 Euro - an drei Frauen verliehen:
an die "Wissenschaftlerin des Jahres", die sich durch ihren Werdegang und ihren Beitrag zur Wissenschaft ausgezeichnet hat;
an eine "junge Wissenschaftlerin, die sich durch hervorragende Arbeiten ausgezeichnet hat";
an eine Institution, die sich besondere Verdienste für die Sensibilisierung junger Mädchen, eine wissenschaftliche Laufbahn anzustreben, erworben hat.
M. Francois Goulard kündigte an, in dem kürzlich den gesetzgebenden Körpeerschaften zugeleiteten Entwurf eines "Programmgesetzes für die Forschung" - als Teil des "Paktes für die Forschung" - werde in geeigneter Weise sichergestellt, dass in den neu geschaffenen oder noch zu schaffenden Strukturen wie z.B. dem "Haut Conseil de la Recherche et de la Technologie" und der "Agence Nationale de l' Évaluation" Frauen in angemessenem Umfang vertreten sein werden; das gelte auch für die Abteilungen des Ministeriums und ganz allgemein für die staatlichen Forschungseinrichtungen. Er kündigte - zunächst für die Dauer von 3 Jahren - die Schaffung eines aus zehn hochrangigen Persönlichkeiten -insbesondere aus dem Wissenschaftsbereich - zusammengesetzten Auschusses an. Dieser soll binnen 6 Monaten einen Sachstandsbericht verbunden mit seinen -konkreten Empfehlungen zu der Chancengleichheit von Männern und Frauen im Forschungs - und Hochschulbereich vorlegen, einen Zwischenbericht bis zum 8.3.2006.
In einer sechsseitigen Aufzeichnung "Etat des lieux: les femmes dans la recherche" - Stand: November 2005" ist das zahlenmäßige Verhältnis von Männern und Frauen in den staatlichen Forschungseinrichtungen, im Hochschulbereich und in der Privatwirtschaft detailliert dargestellt (33 % in den staatlichen Forschungseinrichtungen, in der Hochschulforschung: 37 %; 20 % in der privatwirtschaftlichen Forschung).
Die Aufzeichnung - MENESR - DEP B3 - kann unter der unten geannten Internetadresse abgerufen werden.
Quelle: Ministerium für Forschung (Ministère délégué à l'Enseignement supérieur et à la Recherche)
Ansprechpartner: Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT - Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.
www.recherche.gouv.fr/discours/2005/prixijc05.htm
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